Jahresabschluss perfekt - isserstedt steht im Pokal-halbfinale

Kreispokal: SG Union Isserstedt vs. SG VFR Bad Lobenstein II 3:1 n.V. (0:1)

Union bestritt die ersten 15 Minuten sehr agil, setzte den VfR früh unter Druck und ergatterte sich somit die Spielkontrolle. Der Ball lief per Direktkontakt sehenswert und flüssig durch die Reihen. Lobenstein lief zumeist nur hinterher, stand aber im letzten Drittel sicher und kompakt. Dies führte dazu, dass sich die SGU nur wenige Torabschlüsse erspielte, die entweder sichere Beute für den Hüter waren oder knapp über das Gehäuse zischten. 

Buchstäblich aus dem Nichts gelang es dann dem KO-Ligisten in Führung zu gehen. 19. Minute: Isserstedts Kapitän wird beim Versuch den Ball vor dem Gegenspieler ins Aus zu blocken dieser stibitzt. Die darauffolgende Flanke findet mustergültig einen Adressaten in der Box. Direktabnahme – Union Hüter Fabian Holstein chancenlos – 0:1 für die Gäste. In Folge des Erfolges wurde Lobenstein nun mutiger und fand sich nun häufiger in der Hälfte der SGU wieder. Bei Isserstedt stotterte das Kurzpassspiel nun deutlich. Brandgefährlich vor den Toren sollte es in dieser Phase der Partie aber nicht werden. Kurz vor der Pause fing sich Isserstedt wieder und einige hatten in der 43. Minute den Torjubel schon auf den Lippen, doch Kim Junkers Abschluss brachte nur das Außennetz zum Zappeln.

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit war weiter ausgeglichen. Jedoch mit anhaltender Spielzeit schienen die Kräfte bei den Gästen vermehrt nachzulassen. Union immer spielfreudiger, und der Ausgleich in dieser Phase schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Nach etwas mehr als 70 Minuten fand ein Pass in die Schnittstelle der beiden Innenverteidiger den Weg zu Junker. Der folgende Abschluss und somit eine klare Tormöglichkeit konnte nur mit einer „freundlichen“ Umarmung gestoppt werden. Konsequenz – Platzverweis für Lobenstein und Strafstoß für Union. Die Chance aus 11 Metern ließ sich Paul Hammer nicht nehmen und brachte Isserstedt zurück ins Rennen.


Mit der Überzahl wurde die SGU nun noch offensiver und Bad Lobenstein versuchte sich in die Verlängerung zu mauern. Kurz vor dem Abpfiff nahm sich Rocco Witaseck ein Herz und jagte das Leder Richtung Lobensteins Gehäuse. Ball und Hüter segelten zwar schön durch die Luft, jedoch ließ der Querbalken die Rechnung nicht aufgehen. Kurz darauf waren die regulären 90 Spielminuten absolviert und beide Teams mussten „nachsitzen“.

Die Laternen gingen an. Und sind die Lichter angezündet kommt natürlich passend zur Jahreszeit auch das Feeling – Pokalfeeling. 

Isserstedt konnte in der Overtime noch einen Gang höher schalten und setzte Lobenstein in und am eigenen Strafraum fest. Geduldig ließ man den Ball laufen und suchte ähnlich wie bei einem Handballspiel die Lücken im Defensivverbund. Nach 100 Spielminuten lud Nacer Boudribila auf Höhe der Mittellinie zum Tänzchen. Lobensteins Spieler kann dem Takt nicht folgen und der anschließende Pass geht rechts außen auf Noah Lorenz. Dieser behält die Übersicht und findet Jonas Rödiger im Rückraum der Gästebox. Führung für Isserstedt und Rödiger kann seinen Fauxpas zum 0:1 wieder ausbügeln. 

Auch in der zweiten Hälfte blieb Isserstedt dominant und ließ dem VfR keinen Zweikampfgewinn zu. Mit Tempo ging es vor das gegnerische Tor, doch der Schlussmann wurde nicht überwunden. Fünf Minuten vor dem Ende stieg aber noch einmal das Herzinfarktrisiko auf grün-weißer Seite. Fernschuss der Gäste, doch der wenig geprüfte Holstein taucht ab ins rechte Eck, pariert stark und verhindert ein mögliches Elfmeterschießen. Kurz darauf spekuliert Lobensteins Abwehrreihe auf Abseits. Doch Isserstedts Moritz Bertram blieb passiv und somit nicht strafbar. Der eingewechselte Justin Dey sprintet aus der Mitte nach und zwingt den Torwart zu gleicher Aktion. 22 Meter vor dem Tor Pressschlag. Dey bleibt Sieger dribbelt in die Box und bedient den nun „legal“ agierenden Bertram, der den Ball zu 3:1 für Union in die Maschen jagt. Kurz darauf Abpfiff – Jubel – Halbfinale!

Was die Jungs über 120 Minuten an Metern abspulten war bemerkenswert und zeigt, was in dieser Truppe steckt. In der Liga weiter im Rennen um den Aufstieg und im Pokal kommt man ins neue Jahr. Es gibt wahrlich schlechtere Präsente unterm Weihnachtsbaum.

Union steht im verdient Halbfinale. Dies ist auch ein Verdienst der zahlreichen Unterstützer*innen am Spielfeldrand. Ihr habt wieder alles gegeben und den Tag, - wie schon so oft -, zu einem besonderen gemacht. Im Namen des gesamten Teams einen Riesen Dank dafür.

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